Warum Immobilienmaklerin?

Wie fange ich an? Ich interessiere mich für Immobilien. Stimmt, aber es gibt eine kleine Vorgeschichte.

Mein Vater fuhr mit uns, wenn uns keine andere Beschäftigung einfiel, mit dem Auto herum (damals konnte man sich das noch leisten). Wir nannten es „Spazieren fahren“. Ich weiß noch genau wie meine Eltern von Häusern geschwärmt haben als wir daran vorbei fuhren und ich klebte an der Autoscheibe und verfolgte ihre Ansichtsweisen. Irgendwann träumte ich von meinem eigenen Haus. Das Bild zum Beitrag war mein 1. Traumhaus, zumindest an das ich mich noch erinnern kann. Ich hatte jedes Stockwerk genau geplant. In Erinnerung blieb mir das letzte Stockwerk, die Spitze des Haues: Das war mein Schlafzimmer bzw. kommt dort mein Bett rauf, mehr hatte ja nicht Platz. Ja, ich denke mir mittlerweile das Gleiche: Die Risiko an einem Hitzeschlag zu sterben wäre ziemlich hoch gewesen. Mein Traumhausentwurf wurde im Lauf der Jahre mehrmals über den Kopf geworfen. Zur Info: Realität wurde ein Walmdachhaus im Toskana Stil.

Ende.

Sie werden sich denken und das war´s? Im Grunde ja. Außer dass sich durch den Hausbau mein „Hunger“ an Immobilien nicht gestillt wurde. Zumindest nur für kurze Zeit. Alle Häuselbauer  werden mir recht geben, dass man von den vielen Häuser schauen (Wie machen die anderen das? Welche Fenstermarke wurde in diesem Haus eingebaut? usw.) genug hat bzw. ist sein eigenes Haus immer das Schönste ist.

Die Leidenschaft für Häuser, ein Auge fürs Detail , Begeisterungsfähigkeit und die Kontaktfreude zu Kunde finde ich sind die Grundsteine für einen Immobilienmakler, aber ob es reicht erfolgreich zu sein? Ich werde euch schreiben.

Beim Schiffbruch ist es zu spät, schwimmen zu lernen.

Dieses dänische Sprichwort findet bei mir sehr großen Zuspruch. Lernen machte mir nicht immer Spaß, auch nicht heute, aber es ist wichtig. Sehr wichtig.

Meine Lehre begann im September, im gleichen Monat wurden alle neuen Lehrlinge und deren Eltern zu einem Informationstag in die Zentrale geladen. Meine Eltern waren begeistert und auch ich bin äußerst motiviert nach dem Tag nach Hause gekommen. An dem Tag wurde uns mitgeteilt, man bekäme bei jedem ausgezeichneten Erfolg in der Berufsschule eine Prämie sowie wie die Möglichkeit in die „Champions League“ aufzusteigen, wo man die Ausbildung als Filialleiter & Filialleiterstellvertreter anfangen kann. Challenge accepted. Alle drei Berufsschuljahre mit ausgezeichneten Erfolg abgeschlossen. Bis auf die Lehrabschlussprüfung. Da siegte meine Angst vor großen Prüfungen und ich bestand „nur“. Nach der Lehre begann ich in einer Grazer Filiale zu arbeiten. Irgendwann wollte ich für das wenige Geld, dass ich damals verdient habe, nicht mehr pendeln und auch die Ausbildung zum Filialleiter ging mir zu langsam voran und ich kündigte. Danach jobbte ich bei einer Fabrik  und ich fing eine Ausbildung als Vertriebsassistentin an. Der ersehnte Job blieb aus und ich jobbte wieder als Produktionsmitarbeiterin bis ich Gernot und Thomas beim Bewerbungsgespräch traf, Geschäftsführer eines Telekommunikationsshops. Durch mein großes Interesse an Handys und meiner damals naiven und freundlichen Umgangsform bekam ich die Stelle als Shopmitarbeiterin. Es folgten schöne Jahre mit außergewöhnlich tollen Chefs und ganz besondere KollegInnen, wo ich nebenbei die Berufsreifeprüfung, den Lehrlingsausbildner und eine Ausbildung zum Babysitter machen konnte. Nach insgesamt 8 1/2 Jahren, davon 5 Jahren als Businessbetreuerin und Assistentin der Geschäftsführung, fasste ich den Entschluss etwas ganz anderes zu machen und machte meine Leidenschaft für Immobilen zum Beruf: Immobilienmakler

Der Anfang vom Ende

Aufgewachsen in Übersbach, wo ich auch zur Volksschule ging, besuchte ich danach die Hauptschule in Fürstenfeld. Ich lernte anfangs gut und ziemlich gern. Mit 13 hatte ich alles andere im Kopf als Lernen und die Schule war für mich lediglich ein Treffpunkt mit Freunden. Nachdem ich mir mit 14 in den Kopf gesetzt habe, ich werde Betriebselektrikerin in den Betrieb wo auch meine Eltern beschäftigt sind, ging ich nach der Hauptschule in die Polytechnische Schule und saß mein letztes Jahr in der Schule ab. Ich wusste bereits als Kind, dass die Schule die beste Zeit des Lebens ist, weil mir meine Eltern beigebracht hatten wie hart die Berufswelt ist. Jedoch war die Schule eine Qual für mich, ich wollte nichts lernen sondern unabhängig sein und mein eigenes Geld verdienen. Nicht einmal den Rat meines geschätzten Mathe- und Informatiklehrers Hr. Fasching in der Hauptschule, der meiner Mutter und mir sehr ans Herz gelegt hat, dass ich eine weiterführende Schule besuchen soll, änderte meine Meinung.

In der Polytechnischen Schule gab es mehrere Schnuppertage, wo wir die Möglichkeit hatten Berufe und Betriebe kennenzulernen und potenzielle Chefs umgekehrt uns. In der Hauptschule war ich bereits im Betrieb wo meine Eltern arbeiteten und somit suchte ich mir im Poly andere Betriebe. Ein Elektronikgeschäft suchte einen Lehrling im Verkauf, zwar nicht ganz das was ich wollte, aber Hauptsache nicht Schule gehen. Mir hat es überraschend sehr gut gefallen und wollte dann dort sogar anfangen. Leider wurde vor Ende meiner Schulzeit schon jemand aufgenommen, aber ich kam wenigstens zur Kenntnis, dass Betriebselektikerin doch nicht mein Traumberuf ist und versuchte im Verkauf Fuß zufassen. Weitere Schnuppertage im Verkaufsbetrieben folgten. Am Ende der Schulzeit hatte ich die Auswahl in einem Baumarkt oder in einem Lebensmittelgeschäft eine Lehre zu beginnen. Im Baumarkt wäre ich hauptsächlich für die Gartenabteilung zuständig gewesen und bei meinem grünen Daumen, hätte keiner Freude gehabt und ich entschied mich für das Lebensmittelgeschäft. Das war das Ende der unbeschwerten (Schul-) Zeit, der Ernst des Lebens begann, der Anfang vom Ende.

Wer steckt hinter diesem Blog?

Mein Name ist Manuela, bin Immobilienmaklerin und aus Fürstenfeld.

Punkt. Mehr gibt es nicht über mich zu erzählen.

Das denke ich zumindest über mich selbst.

Jedoch gibt´s da meine Freundin Petra. Unsere Freundschaft besteht bereits seit 11 Jahren, wir sind sozusagen gemeinsam erwachsen geworden. Ich treffe sie relativ selten, da sie mit Studieren neben einer Vollzeitbeschäftigung ziemlich eingedeckt ist. Aber wenn wir uns treffen, dann wird alles nachgeholt und es wird sowohl geblödelt als auch über die Dinge des Leben geredet, die einem wie ein Hühnerauge drücken. Bei einem spontanen Treffen in unserem Lieblingslokal und nach ein paar Bier machte ich einen Seelenstriptease und erzählte ihr, dass ich mich wie ein Versager fühle und in meinem Leben nichts erreicht habe. Wie ein Feuerwerk sprühte aus ihr heraus was ich alles schon getan habe und wie sehr ich mich in den Jahren weiterentwickelt habe. Hat sie recht? Vielleicht. Ich erzähle euch in den nächsten Beiträgen von meinen Lebenslauf. An Petra: Lieben DANK an dieser Stelle, dass du immer an mich glaubst!